Pressemitteilung

Piraten informieren sich vor Ort über Windkraft in der Region

Piraten besuchen Windkraftanlage
Heinz Kraft vor der Windkraftanlage in Oberiflingen bei Freudenstadt

Am 21. Juni 2013 besuchten Mitglieder der Piratenpartei Rastatt/Baden-Baden gemeinsam mit Anwohner auf Einladung der EnBW das größte Windrad des Nordschwarzwaldes in Oberiflingen bei Freudenstadt. Heinz Kraft, Direktkandidat der Piratenpartei zur Bundestagswahl im Wahlkreis Rastatt/Baden-Baden, wollte sich mit der Besichtigung »aus erster Hand und nicht nur aus einer Tischvorlage« über das Thema Windkraft in der Region informieren.

Christine Bandt, Leiterin des Besucher-Managements der EnBW, führte kompetent und umfassend in die technischen und politischen Hintergründe der Energiewende ein. Insbesondere die Ausbauziele der Landesregierung mit über 150 neuen Anlagen pro Jahr bis 2020 wurden von den Piraten in Anbetracht der vorhandenen rechtlichen Hürden als »sehr sportlich« bewertet.

»Mit dem jetzigen Planungstempo sind die gesetzten Ziele der Landesregierung unrealistisch«, so Heinz Kraft. »Die EnBW befindet sich mit ihrem neuen Vorstandsvorsitzenden Frank Mastiaux zwar auf einem guten Weg vom Atomkonzern hin zum Erzeuger regenerativer Energien, doch setzt auch beim Konzern erst langsam der Bewusstseinswechsel ein. Die verstärkte Nutzung von Wasserkraft – z. B. durch die fünfte Turbine im Rheinkraftwerk Iffezheim oder den Ausbau der Schwarzenbachtalsperre als Pumpspeicherwerk – und Windenergie mit regionalen dezentralen Erzeugern lassen jedoch für die Zukunft hoffen.«

Neben Versäumnissen aufseiten der Erzeuger sieht Heinz Kraft bei Regierungen auf Landes- und Bundesebene noch erhebliche Mängel in der Aufklärungsarbeit gegenüber dem Bürger wie auch bei der Koordination der Energiewende: »Auch der Bereich der erneuerbaren Energien ist für Frau Merkel offenbar Neuland – allzu viel wird hier versprochen, ohne sich den konkreten Schwierigkeiten bei der Umsetzung zu stellen. Wir Piraten setzen uns für die Förderung umweltfreundlicher Energiequellen ein und werden entsprechende Projekte unterstützen. Allerdings muss dafür gesorgt werden, dass die Energiewende mit dem Bürger umgesetzt wird.«

Nachdem es bei den bisherigen Planungen im Bereich Baden-Baden und Loffenau seitens der Anwohner bereits erheblichen Widerstand gegen Windkraftpläne gegeben hat, gilt die derzeitige Untersuchung im Gewann »Maienplatz/Hummelsberg« auf den Gemarkungen der Gemeinden Forbach, Gernsbach, Baden-Baden und Weisenbach als sehr aussichtsreich. Dass Bedenken gegen Windkraftanlagen unbegründet sind, bestätigte ein Anwohner: »Weder Schatten noch Geräusche der Anlage seien für jemanden ein Problem. Nur an den Anblick musste man sich anfangs gewöhnen.«

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